Verlegehinweise für Naturstein
Aufbau, Bettung, Fugen und Mengen - die Punkte, an denen eine Fläche aus Naturstein hält oder eben nicht. Allgemeine Hinweise aus der Praxis, keine Planung für Ihr Bauvorhaben.
- Aufbau und Bettung
- Fugen und Entwässerung
- Mengen, Maße und Verschnitt
Was diese Seite leistet und was nicht
Die folgenden Angaben sind allgemeine Hinweise aus der Praxis und ersetzen keine Planung. Für eine befahrbare Fläche, eine Stützmauer oder einen Aufbau über einer Tiefgarage gilt der Aufbau, den ein Fachplaner vorgibt.
Wo eine Norm einschlägig ist, ist sie genannt. Maße sind Regelwerte für den üblichen Fall, keine Zusage für Ihren Untergrund.
Drei Dinge vor dem ersten Stein
Material mischen
Naturstein wird aus mehreren Blöcken derselben Lagerstätte gesägt. Innerhalb einer Lieferung gibt es darum Unterschiede in Farbe und Struktur. Nehmen Sie beim Verlegen aus mehreren Paletten gleichzeitig, sonst entstehen Felder. Prüfen Sie das Material trocken im Verband, bevor Sie es festlegen.
Mengen rechnen
Bei Plattenflächen Schnittverlust einrechnen: rund 5 Prozent bei rechteckigen Flächen, 10 Prozent und mehr bei Schrägen, Rundungen und Aussparungen. Bei Pflaster nach Tonnage gibt die Artikelseite an, welche Fläche eine Tonne deckt.
Werkmaß und Nennmaß
Die Maßangaben im Shop sind Nennmaße. Gesägte Ware hält sie eng ein, gespaltene und getrommelte Ware weicht ab; die zulässigen Abweichungen stehen in DIN EN 1341, 1342 und 1343. Rechnen Sie das Fugenbild auf das tatsächliche Maß, nicht auf das Nennmaß.
Aufbau für eine Terrasse
Der übliche Aufbau für eine begehbare Terrasse auf gewachsenem Boden: Tragschicht aus Schotter 0/32 in 15 bis 20 cm verdichteter Höhe, darauf Bettung aus Splitt 2/5 oder 4/8 in 3 bis 5 cm, darauf die Platte. Gefälle vom Gebäude weg, in der Regel 2 Prozent. Fugen 3 bis 5 mm, bei gespaltener Kante mehr.
Auf einer Betondecke oder einem Dach wird lose auf Stelzlager oder in Drainmörtel verlegt. Feinsteinzeug in 2 cm Stärke ist dafür gemacht; Natursteinplatten brauchen dafür mindestens 3 cm.
Aufbau für eine befahrbare Fläche
Pkw-befahrbar heißt: Tragschicht 25 bis 30 cm, Steinstärke ab 8 cm bei Kleinpflaster, gebundene Ausführung bei hoher Last. Platten sind für Verkehrslast nur geeignet, wenn der Hersteller sie dafür ausweist. Randsteine oder Palisaden fassen die Fläche ein, sonst wandert der Verband.
Fugen und Entwässerung
Offene Fugen mit Splitt oder Brechsand einkehren, in mehreren Durchgängen nachkehren. Gebundene Fugenmörtel brauchen eine durchgehend wasserdurchlässige Bettung, sonst stauen sie Wasser unter der Platte.
Wasser muss oberhalb und unterhalb der Platte abgeführt werden. Eine Fläche ohne Gefälle und ohne Anschluss an eine Entwässerung bleibt nass - das sieht man nach dem ersten Winter an den Rändern.
Kalkstein, Sandstein und Travertin
Weiche Gesteine nehmen Wasser und Öl auf. Sie lassen sich imprägnieren, bleiben aber empfindlich gegen säurehaltige Reiniger und gegen Streusalz. Für Flächen, die im Winter befahren werden, ist Granit oder Basalt die haltbarere Wahl.
Ausblühungen und Rostfahnen
Kalkausblühungen und Eisenverfärbungen entstehen aus dem Material selbst oder aus dem Unterbau. Sie sind kein Mangel im Sinne der Norm, sondern verwittern in der Regel innerhalb der ersten Jahre. Wer das nicht abwarten will, nimmt einen Reiniger für den jeweiligen Gesteinstyp - kein Salzsäureprodukt auf Kalkstein.
Unsicher beim Aufbau?
Sagen Sie uns Untergrund, Nutzung und Fläche - wir sagen, welcher Stein und welche Stärke dazu passen.
Aufbau besprechenZu den Bauaufgaben
Oder gleich fragen: „Welcher Unterbau gehört unter meine Terrassenplatten?“