Terrasse aus Naturstein bauen
Von der Sorte über die Stärke bis zum Aufbau: was eine Natursteinterrasse trägt, wie das Gefälle läuft und welche Formate zu welcher Fläche passen.
- Platten in 2, 3 und 4 cm Stärke
- Splittbett, Stelzlager oder gebundene Bauweise
- Frachtkosten nach Postleitzahl und Gewicht, Abholung möglich
Die Terrasse entsteht unter der Platte
Eine Natursteinterrasse besteht aus vier Schichten: tragfähiger Untergrund, Schottertragschicht, Bettung und Belag. Wer an einer davon spart, sieht es spätestens nach dem zweiten Winter - an Kanten, die überstehen, und Fugen, die wandern.
Die Platte selbst ist dabei die einfachste Entscheidung. Sie bestimmt Farbe, Oberfläche und Format, aber nicht die Haltbarkeit. Entscheidend sind Verdichtung, Gefälle und Entwässerung - und die Frage, ob unter der Fläche eine Abdichtung liegt, über die nicht gegraben werden darf.
Vier Entscheidungen vor dem Kauf
Bauweise
Auf gewachsenem Boden ist das Splittbett die übliche Lösung: Schotter, Splitt, Platte, offene Fuge. Über Abdichtungen, Garagen oder Kellerdecken kommt das Stelzlager - trocken gelegt, jederzeit wieder aufnehmbar. Gebunden wird dort verlegt, wo Fahrzeuge fahren oder die Fläche fugenlos wirken soll.
Steinstärke
Für begehbare Terrassen im Splittbett sind 3 cm bei Naturstein die Regel. Feinsteinzeug liegt bei 2 cm, braucht dafür aber vollflächige Auflage oder Stelzlager. 4 cm und mehr sind die Wahl, wenn große Formate frei aufliegen.
Format und Verband
Große Formate wirken ruhig, brauchen aber einen genauen Untergrund. Römischer Verband bricht die Linien auf und verzeiht Toleranzen. Streifen in einer Breite laufen mit dem Haus, quer dazu machen sie die Fläche optisch breiter.
Oberfläche
Geflammter und gebürsteter Granit ist rutschhemmend und wenig empfindlich. Sandstein ist weicher, fußwarm und nimmt mehr Wasser auf. Feinsteinzeug bleibt in der Regel farbbeständig und nimmt kaum Schmutz an.
So entsteht eine Terrasse im Splittbett
Die Reihenfolge ist auf jeder Baustelle dieselbe. Wer sie einhält, braucht später nichts nachzuarbeiten.
- Höhen festlegenSchnurgerüst setzen und die Oberkante des fertigen Belags abgreifen. Unter der Türschwelle bleiben in der Regel 10 bis 15 Zentimeter Luft, damit Spritzwasser und Schnee Platz haben.
- AushebenFür den Aufbau im Splittbett werden rund 25 bis 30 Zentimeter abgetragen: 15 bis 20 Zentimeter Tragschicht, 3 bis 5 Zentimeter Bettung, dazu die Plattenstärke.
- Tragschicht einbauenSchotter 0/32 oder 0/45 in Lagen von höchstens 15 Zentimetern einbringen und jede Lage abrütteln. Das Gefälle von rund zwei Prozent wird hier angelegt, nicht erst im Splitt.
- Bettung abziehenSplitt 2/5 oder 1/3 drei bis fünf Zentimeter stark auf Lehren abziehen und lose lassen. Die abgezogene Fläche wird nicht mehr betreten.
- Platten verlegenVon einer geraden Kante aus arbeiten, Fugenkreuze setzen, jede Platte mit dem Gummihammer satt einklopfen. Bei Naturstein sind drei bis fünf Millimeter Fuge üblich.
- Fugen füllenFugenmaterial einkehren, in mehreren Durchgängen nachfüllen und die Fläche wässern. Feinsteinzeug in zwei Zentimetern wird nicht abgerüttelt, Naturstein nur mit Gummimatte.
- Rand schließenRandsteine, Palisaden oder Rasenkanten in Beton mit Rückenstütze setzen. Ohne Einfassung wandert die Bettung seitlich aus, sobald die Fläche belastet wird.
Gefälle, Fuge, Rand
Die Fläche fällt vom Haus weg, üblich sind rund zwei Prozent. Das sind zwei Zentimeter auf einen Meter - wenig genug, um beim Sitzen nicht aufzufallen, genug, damit Wasser abläuft.
Die Fuge bleibt offen, wenn der Aufbau ungebunden ist: sie nimmt Bewegung auf und lässt Wasser versickern. Am Rand braucht die Fläche eine Einfassung, sonst schiebt sich die Bettung mit der Zeit seitlich heraus - Rasenkante, Palisade oder eine in Beton gesetzte Randreihe.
Mengen für 25 Quadratmeter Terrasse
Die Rechnung zeigt, wie aus der Fläche eine Bestellliste wird. Rechnen Sie Ihre Maße an derselben Stelle ein.
| Posten | Rechenweg | Menge |
|---|---|---|
| Terrassenplatten | 25 m² zuzüglich 5 % Verschnitt | 27 m² |
| Schotter 0/32 | 25 m² x 0,20 m = 5,0 m³ bei rund 1,8 t/m³ | 9,0 t |
| Splitt 2/5 | 25 m² x 0,04 m = 1,0 m³ bei rund 1,5 t/m³ | 1,5 t |
| Fugenmaterial | 1 bis 3 kg je m², je nach Fugenbreite | 25 bis 75 kg |
| Einfassung | 3 x 5,00 m Umfang ohne Hausseite | 15 lfm |
| Beton für die Einfassung | rund 0,02 m³ je laufendem Meter | 0,3 m³ |
Die Dichten sind Anhaltswerte: loser Schotter liegt bei etwa 1,8 t/m³, Splitt bei etwa 1,5 t/m³. Beim Verdichten schwindet das Volumen - rechnen Sie 10 bis 20 Prozent Aufschlag auf die Schüttmenge.
Bei Diagonalverlegung oder vielen Anschnitten steigt der Verschnitt von fünf auf rund zehn Prozent. Gerundet wird am Ende auf die Palettengröße, nicht auf den Quadratmeter.
Sechs Fehler, die man später sieht
Jeder davon ist am fertigen Belag teuer und beim Bauen umsonst zu vermeiden.
- Gefälle erst im Splitt anlegenWer die Tragschicht waagerecht baut und das Gefälle im Bett ausgleicht, hat an der Traufseite einen Zentimeter Splitt. Dort liegen die Platten hohl. Das Gefälle gehört in jede Schicht.
- Bettung abrüttelnEin verdichtetes Splittbett nimmt die Platte nicht mehr auf. Der Splitt wird abgezogen und bleibt lose; verdichtet wird erst über den fertigen Belag.
- Platte an Platte legenOhne Fuge stoßen die Kanten bei Wärme aneinander und platzen ab. Fugenkreuze halten das Maß über die ganze Fläche.
- Palette für Palette verlegenNaturstein schwankt in Farbe und Zeichnung. Wer aus drei Paletten gleichzeitig entnimmt, bekommt ein ruhiges Bild; wer eine nach der anderen abarbeitet, bekommt Felder.
- Einfassung zuletzt setzenDie Randsteine stehen vor dem Verlegen. Sie geben die Flucht vor und halten die Bettung, solange gearbeitet wird.
- Ohne Fugenfüllung überwinternLeere Fugen nehmen Wasser auf, der Frost hebt die Kanten. Die Fuge wird gefüllt, bevor die Fläche liegen bleibt.
Menge, Verschnitt und Lieferung
Die Bestellmenge ist die Fläche plus Verschnitt. Bei rechteckigen Flächen im festen Format reichen in der Regel fünf Prozent, bei Diagonalverlegung oder vielen Anschnitten sind zehn Prozent realistisch. Naturstein wird palettenweise geliefert; die Palettengröße entscheidet deshalb oft über die letzte Rundung nach oben.
Planen Sie den Weg der Palette mit. Eine Palette Terrassenplatten wiegt je nach Sorte und Stärke deutlich über eine Tonne und wird an der Bordsteinkante abgesetzt. Wer sie nicht bewegen kann, bestellt in Teilmengen oder holt selbst am Lager ab.
Zu Material und Zubehör gehört mehr als die Platte: Splitt, Fugenmaterial, Schneidscheiben und Randsteine sind Teil der Rechnung. Was dazugehört, steht bei jedem Artikel in der Empfehlungsliste.
Weitere Vorhaben im Garten
Zu diesen Bauaufgaben steht ebenfalls eine Seite mit Materialwahl, Aufbau und Mengen bereit:
- Einfahrt pflastern mit Naturstein
- Poolumrandung aus Naturstein
- Gartenweg aus Naturstein anlegen
- Gartentreppe aus Naturstein bauen
- Hang befestigen mit Naturstein
- Dachterrasse und Balkon mit Platten auf Stelzlager
- Gartenmauer aus Naturstein bauen
- Hauseingang und Podest aus Naturstein
- Beetkanten und Rasenkanten setzen
Wie Lieferung und Abholung ablaufen, steht auf den Seiten zu Hannover, Wuppertal und Göppingen. Geliefert wird deutschlandweit; alle Orte mit eigener Seite stehen unter Liefergebiet, die Frachtsätze aller Zonen auf Versand und Zahlung.
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